Photogravure studio with printmaker and etching presses

Hermann

Hermann ist waschechter Grieche und schaut ab und zu im Studio nach dem Rechten. Er liebt es gekrault zu werden und freut sich über den ein oder anderen Leckerli.


Steffen Dibke

Ich bin studierter Wirtschaftsgeograf (M.A.) und habe einige Jahre im Innovations- und Startupökosystem gearbeitet. Erst über Umwege bin ich zur Druckgrafik gekommen. Für die Fotografie begeistert habe ich mich schon früh und mit Opas alter Kamera meine ersten Aufnahmen gemacht. Da ich keinen Zugang zu einer Dunkelkammer hatte, habe ich mich mit alternativer Fotografie und Druckverfahren auseinander gesetzt und bin so auf die Photogravure gestoßen. Nach der Kündigung meines vorherigen Jobs und einer längeren Reise habe ich Ende 2025 mein eigenes Studio gegründet.


Portrait of Printmaker smiling
Dog sitting in open field

Das Studio

photogravure.studio ist aus der Idee und der Überzeugung heraus entstanden, dass Fotos wieder mehr handwerklich gedruckt werden sollten. Das charakteristische Merkmal eines Photogravure-Drucks besteht darin, dass er in den dunklen Bereichen dicke Farbschichten und in den hellen Bereichen sehr dünne Schichten aufweist, was ihm eine sehr große und reichhaltige Grau- und Schwarztonskala verleiht.

Beim traditionellen Heliogravüre-Verfahren wird das Bild auf ein lichtempfindliches Gelatine-Kohle-Gewebe belichtet, und die belichtete Gelatine wird anschließend auf eine mit Aquatinta versehene Kupferplatte übertragen. Die Platte wird anschließend in einer Reihe von Säurebädern mit abnehmender Stärke geätzt, wodurch eine Platte mit tiefen Vertiefungen in den dunklen Bereichen und flacheren Vertiefungen in den helleren Bereichen entsteht.
Um 1980 kamen industrielle lichtempfindliche Polymerplatten auf den Markt. Sie waren für den Hochdruck konzipiert, doch bald erkannten die Druckgrafiker, dass sie beim Einsatz für den Tiefdruck dieselben Druckeigenschaften aufwiesen wie klassische Photogravureplatten.
Durch technologischen Fortschritt und neue Verfahrensansätze etabliert die Photogravure sich langsam wieder in der Welt der Fine Art Fotodrucke. photogravure.studio ist das erste und bisher einzige Studio in Deutschland, welches dieses Verfahren anbietet.

In meinem Prozess verwende ich die Direct-to-Plate (DTP) Photogravure auf Polymerplatten, weil sie mir maximale Kontrolle über Tonwerte und Bildwirkung ermöglicht – ohne den Charakter des klassischen Tiefdrucks zu verlieren. Jeder Druck entsteht in sorgfältiger Abstimmung von digitaler Vorbereitung, UV-Belichtung, Auswaschung und dem eigentlichen Handdruck an der Presse.

Photogravure bedeutet für mich:

  • Entschleunigung statt Massenproduktion

  • Präzision statt Automatismus

  • Materialität statt Oberfläche

Druckgrafik ist ein gemeinsamer Prozess.
In enger Zusammenarbeit entstehen Übersetzungen von Fotos in das Medium des Drucks – präzise, reduziert und materialbewusst. Künstler:innen und Fotograf:innen bringen ihre Bildideen ein, im Studio werden sie gemeinsam weiterentwickelt. Gemeinschaftliche Druckgrafik bedeutet: Austausch, Verantwortung und ein gemeinsames Verständnis von Qualität.

photogravure.studio ist aus der Idee und der Überzeugung heraus entstanden, dass Fotos wieder mehr handwerklich gedruckt werden sollten. Das charakteristische Merkmal eines Photogravure-Drucks besteht darin, dass er in den dunklen Bereichen dicke Farbschichten und in den hellen Bereichen sehr dünne Schichten aufweist, was ihm eine sehr große und reichhaltige Grau- und Schwarztonskala verleiht.

Beim traditionellen Heliogravüre-Verfahren wird das Bild auf ein lichtempfindliches Gelatine-Kohle-Gewebe belichtet, und die belichtete Gelatine wird anschließend auf eine mit Aquatinta versehene Kupferplatte übertragen. Die Platte wird anschließend in einer Reihe von Säurebädern mit abnehmender Stärke geätzt, wodurch eine Platte mit tiefen Vertiefungen in den dunklen Bereichen und flacheren Vertiefungen in den helleren Bereichen entsteht.
Um 1980 kamen industrielle lichtempfindliche Polymerplatten auf den Markt. Sie waren für den Hochdruck konzipiert, doch bald erkannten die Druckgrafiker, dass sie beim Einsatz für den Tiefdruck dieselben Druckeigenschaften aufwiesen wie klassische Photogravureplatten.
Durch technologischen Fortschritt und neue Verfahrensansätze etabliert die Photogravure sich langsam wieder in der Welt der Fine Art Fotodrucke. photogravure.studio ist das erste und bisher einzige Studio in Deutschland, welches dieses Verfahren anbietet.

In meinem Prozess verwende ich die Direct-to-Plate (DTP) Photogravure auf Polymerplatten, weil sie mir maximale Kontrolle über Tonwerte und Bildwirkung ermöglicht – ohne den Charakter des klassischen Tiefdrucks zu verlieren. Jeder Druck entsteht in sorgfältiger Abstimmung von digitaler Vorbereitung, UV-Belichtung, Auswaschung und dem eigentlichen Handdruck an der Presse.

Photogravure bedeutet für mich:

  • Entschleunigung statt Massenproduktion

  • Präzision statt Automatismus

  • Materialität statt Oberfläche

Druckgrafik ist ein gemeinsamer Prozess.
In enger Zusammenarbeit entstehen Übersetzungen von Fotos in das Medium des Drucks – präzise, reduziert und materialbewusst. Künstler:innen und Fotograf:innen bringen ihre Bildideen ein, im Studio werden sie gemeinsam weiterentwickelt. Gemeinschaftliche Druckgrafik bedeutet: Austausch, Verantwortung und ein gemeinsames Verständnis von Qualität.